Im Mittelpunkt der Fahrt stand die musikalische Gestaltung der Sonntagsmesse in der Liebfrauenkirche. Daneben blieb aber auch genügend Zeit, gemeinsam Trier zu entdecken und als Chor schöne Stunden miteinander zu verbringen.
Ankommen und gemeinsam unterwegs sein
Am Freitagabend kamen wir nach dem Check-in im Hotel beim gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria zum ersten Mal richtig zusammen. Die Vorfreude auf das Wochenende war bei allen spürbar, und so bot der Abend eine gute Gelegenheit, sich auf die kommenden Tage einzustimmen.
Am Samstag stand zunächst Trier selbst auf dem Programm. Bei einem geführten Rundgang mit Weinverkostung erfuhren wir viel über die Geschichte und die Besonderheiten der Stadt. Am Abend ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.
Gerade diese gemeinsamen Erlebnisse abseits der Proben waren für uns als Chor – wie auch bei unseren bisherigen Fahrten u.a. nach Hamburg, Rom, Köln und Münster – etwas Besonderes. Man lernt sich noch einmal besser kennen – und das wirkt sich natürlich auch auf das gemeinsame Singen aus.
Singen in der Liebfrauenkirche
Der Höhepunkt der Fahrt war für uns die Gestaltung der Sonntagsmesse in der Liebfrauenkirche. Die unmittelbar neben dem Trierer Dom gelegene Kirche gehört zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten Deutschlands. Ihr ungewöhnlicher zentraler Grundriss und die lichtdurchflutete Architektur machten den Kirchenraum auch für uns zu einem besonderen Erlebnis.
Um 10:30 Uhr trafen wir uns zum Einsingen, bevor um 11:30 Uhr die Messe begann. Schon beim Singen in diesem besonderen Raum wurde deutlich, wie stark die Akustik den Chorklang prägt. Für uns Sängerinnen und Sänger war es ein bewegender Moment, an diesem geschichtsträchtigen Ort gemeinsam zu musizieren und die Liturgie mitzugestalten.
Besonders angenehm war auch der herzliche Empfang durch die Verantwortlichen vor Ort. Dadurch fühlten wir uns von Anfang an willkommen. Die Worte des Pastors am Ende der Messe „Sauerland – Powerland“ ließen uns schmunzeln und zeugten von einer positiven, kraftvollen Stimmung, die wir offensichtlich mit unserem Gesang erzeugen konnten.
Ein Wochenende, das verbindet
Nach der Messe trafen wir uns noch zu einem gemeinsamen Mittagessen im Wirtshaus, bevor es wieder Richtung Iserlohn ging.
Für uns war die Fahrt eine gelungene Verbindung aus Musik, Gemeinschaft und bleibenden Erinnerungen. Neben dem besonderen musikalischen Erlebnis in der Liebfrauenkirche bleiben vor allem die vielen Gespräche, das gemeinsame Lachen und die Zeit miteinander im Gedächtnis. Genau solche Erlebnisse machen eine Chorfahrt aus – und stärken die Gemeinschaft, die für unser gemeinsames Singen so wichtig ist.
Nicole Wasner-Leschke