
Neue Klangräume und Ausdrucksmöglichkeiten an der Orgel zu erschließen, diesem Thema widmet sich ein Konzert ausschließlich mit Uraufführungen am Sonntag, den 26. Oktober um 16 Uhr in der Liebfrauenkirche in Hamm.
In einem besonderen Projekt, das Dekanatskirchenmusiker Johannes Krutmann zusammen mit dem Erzbistum Paderborn initiiert hat, wurden verschiedene junge Komponistinnen und Komponisten angefragt, eine Auftragskomposition für die Goll-Orgel einzureichen. Diese Werke sollten nicht wie üblich eine Melodie, sondern einen Text oder eine Idee reflektieren und diese mit individuellen musikalischen Mitteln der Neuzeit zum Ausdruck bringen. So entstanden kreative und originelle Werke, in denen die Vielfalt der zeitgenössischen Musik deutlich wird.
Die Kompositionen tragen als Titel nicht mehr typische Begriffe wie Toccata oder Fuge, sondern „Imaginierter Raum“, „Silben vermessener Zeit“ oder „Im Klang verwandelt“ und signalisieren damit, dass der Fokus nicht mehr nach traditionellen Formen, sondern ganz individuellen Ausdrucksmöglichkeiten ausgerichtet sein soll.
Zur jetzigen Uraufführung in der Liebfrauenkirche trifft sich nicht weniger die junge Elite der Orgel-Avantgarde, und man darf gespannt sein und völlig neue Klangmöglichkeiten an der Goll-Orgel erwarten, wie sie nur selten zu hören und zu erleben sind. Die Werke sollen zum 20. Jubiläum der Goll-Orgel im kommenden Jahr in einem neuen Orgelbuch unter dem Titel „Nova ex antiquis II“ veröffentlicht werden.
An der Goll-Orgel spielen Kerstin Petersen (Hamburg) und Diego de la Fuente Duran (Lübeck), die international als SpezialistInnen für neue Orgelmusik gelten dürfen.
Der Eintritt ist wie immer frei.