Der Sammelband „Chants sacrés“ enthält auf 86 Notenseiten eine Auswahl von dreißig geistlichen Gesängen für Solostimme mit Orgelbegleitung (Klavier oder Harmonium) französischer Meister des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Kompendium reicht von Charles Gounod bis Jehan Alain und ist durchweg liturgisch einsetzbar. 12 der vertonten lateinischen Texte nehmen Bezug auf das Heilige Sakrament: O salutaris hostia, Tantum ergo, Ecce panis.
Weitere Motteten vertonen Marianische Gesänge (Ave Maria, Tota pulchra est) oder das Vater unser (Pater noster).
Bekannte Komponisten (Franck, Saint-Saens, Widor) stehen heutzutage nahezu unbekannten Komponisten (Goué, Caplet, Quef) gegenüber.
Kompositionen von 18 Komponisten wurden in diesem Band aufgenommen – eine Mischung aus bekanntem (Panis angelicus von César Franck) bis hin zu lang vergriffenen oder noch unveröffentlichten Werken.
Die einzelnen Stücke haben dabei eine Länge von 2 – 4 Notenseiten. Die Orgelbegleitung ist dabei auf nur 2 Systemen notiert und kann somit, wie in Frankreich zu jener Zeit durchaus üblich, auch auf dem Harmonium oder dem Klavier begleitet werden. Die Singstimme kennt keine Extrema in der Höhe und in der Tiefe und ist von einem Mezzosopran wie auch von einem Bariton problemlos zu bewältigen.
Der Schwierigkeitsgrad für beide Musiker bewegt sich maximal im mittelschweren Bereich. Die Stücke haben nahezu alle einen ruhigen und meditativen Charakter.
Ergänzt wird der Notentext durch ein ausführliches Vorwort mit besonderem Hinweis zu den Erstveröffentlichungen sowie zur französischen Aussprache lateinischer Texte. Kurzbiographien der einzelnen Komponisten runden diese wertvolle und praxisorientierte Neuerscheinung ab.
Sebastian Freitag