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Klangraum Kirche
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Johann Anton Kobrich „Missa in G“ für Bass-Solo und Orgel

14. Oktober 2021
Orgelliteratur
Johann Anton Kobrich Missa in G für Bass-Solo und Orgel Butz-Verlag BU 3029 12 €

Johann Anton Kobrich

Missa in G für Bass-Solo und Orgel op.18, 5

Butz Verlag BU 3029

12 € (2 Exemplare je 10 €)

 

Die Corona-Zeit brachte viele Neueditionen in dem Genre „Sologesang mit Instrumenten und/oder Orgel“ mit sich. Es ist jedoch zu beobachten, dass sich die Gesangsstimme im Allgemeinen auf eine Sopran- und/oder Altstimme beschränkt.

Bereits zu Beginn des Jahres ist im Butz-Verlag von Johann Anton Kobrich eine Missa in B für hohe Stimme und Orgel erschienen. Der gleichen Sammlung ist die hier erstmalig edierte Messe (Missa brevis) für Bass-Solo und Orgel entnommen.

Das originale Vorwort dieser Sammlung besagt folgendes: „Musicalische Ehrenbietigkeit […] welche unter klingender Orgel nur von einer nothwendigen Baßstimm […] und einem Violin ad libitum abzusingen seynd, auf jetzt gebräuchlich und leichteste Art, zum Nutz und Gebrauch deren auf dem Land sich befindlichen […]“. Kobrich (1714-1791) war Kirchenmusiker in Landsberg am Lech und komponierte, so wie da zu jener Zeit in Süddeutschland üblich war, vor allem für die liturgische Praxis und die Kirchenchöre auf dem Land.

Dementsprechend einfach ist das Bass-Solo (G-d‘), dass durchaus auch als Tutti-Bass mit Herrenstimmen besetzt werden kann, zu musizieren. Die Orgelbegleitung beschränkt sich auf den manualiter gespielten Generalbass. Die beigefügte ad libitum Violinstimme, sowie eine aus dem Generalbass gewonnene Cello Stimme, können bei Bedarf das i-Tüpfelchen bei einer Aufführung sein.

Diese Messkomposition (ca. 4 min) sprüht vor süddeutsch-barocker Leichtigkeit und Musizierfreude.

 

Sebastian Freitag